Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu Antriebslosigkeit
Ich fühle mich müde und kraftlos, wann muss ich zum Arzt?
Nicht alle Betroffenen suchen bei fehlendem Antrieb nach psychischen Ursachen, auch wenn sie sich psychischer Belastungen in ihrem Leben bewusst sind. Ob die Ursachen psychischer oder körperlicher Natur sind, sollte professionell abgeklärt werden.
Woher kommt meine Antriebslosigkeit?
Wenn davon ausgegangen werden kann, dass für die Antriebslosigkeit und Müdigkeit keine körperlichen Ursachen vorliegen bzw. mangelhafte Ernährung, dann gibt es möglicherweise psychische Ursachen. Ständige Antriebslosigkeit kann beispielsweise ein Anzeichen für eine Depression sein. Die Betroffenen haben oft nicht die Energie, um ihren Alltag zu bewältigen und fühlen sich niedergeschlagen und hoffnungslos. Wenn es viele Konflikte in sozialen Beziehungen gibt, die Stress verursachen, kann dies ebenfalls zu Antriebslosigkeit führen. Im Allgemeinen ist übermäßiger und nicht verarbeiteter Stress ein potenzieller Auslöser für Antriebslosigkeit. Burnout ist eine psychische Erkrankung, die ebenfalls zu Antriebslosigkeit führen kann. Da Burnout den Körper metaphorisch ausbrennt, haben die Betroffenen bei einem schweren Krankheitsverlauf oft kaum bis gar keine Energie. Essstörungen können ebenfalls in Antriebslosigkeit und Müdigkeit resultieren. In diesem Fall entsteht die Antriebslosigkeit durch das ungesunde Ernährungsverhalten.
Wie wird Antriebslosigkeit behandelt?
Um Antriebslosigkeit effektiv behandeln zu können, muss zunächst eruiert werden, welche Ursache sich hinter dem Symptom verbirgt. Davon ist die Ausrichtung der Therapie abhängig. Außerdem ist es sehr wichtig, die persönliche Biografie des Patienten zu beachten und in die Therapie miteinzubeziehen.
Zur Behandlung von Depressionen werden psychotherapeutische Therapieansätze eingesetzt und je nach Schweregrad der Erkrankung auch eine Behandlung mit Psychopharmaka. Um ein Burnout zu behandeln, werden vor allem evidenzbasierte Behandlungskonzepte wie Entspannungs-, Stressreduktionsverfahren und achtsamkeitsbasierte Therapien, verwendet.
Wie sieht die Therapie bei Antriebslosigkeit bei Oberberg aus?
Menschen, die unter Antriebslosigkeit und Müdigkeit leiden, erhalten in den Oberberg Fachkliniken passende und effiziente Therapieangebote.
Um Antriebslosigkeit zu überwinden, muss zunächst geklärt werden, welche psychische Erkrankung hinter der Antriebslosigkeit steckt. Daran wird anschließend die Therapie nach der jeweiligen Erkrankung gerichtet.
Außerdem muss die individuelle Situation jedes Patienten genau analysiert werden und die persönliche Biografie in den Therapieplan integriert werden. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Behandlung für die spezielle Situation des Patienten geeignet ist. Wir unterstützen Sie dabei, den Alltagsstress konstruktiv überwinden zu lernen sich wieder voller Energie zu fühlen.
Wie wirken Entspannungs- und Stressreduktionsverfahren bei Antriebslosigkeit?
Stressreduktions- und Entspannungsverfahren sind für viele Störungsbilder eine wirksame Unterstützung. Im Bereich der Behandlung von stressbedingten Störungen und Angststörungen (Panikstörungen) sind sie ein zentraler Bestandteil der Psychotherapie. Der große Wert von Entspannungsverfahren liegt jedoch auch darin, dass die Übungen in den Alltag übernommen werden können und – bei regelmäßiger Anwendung – große Wirkungen bei der Rückfallprophylaxe zeigen. Gleiches gilt für die Prävention von Antriebslosigkeit und von verschiedenen psychischen Störungen.
Wie funktioniert die Behandlung mit Psychopharmaka?
Bei vielen psychischen Störungen sind Psychopharmaka erforscht und zumindest als Begleittherapie in ihrer Wirksamkeit belegt. Wissenschaftlich erwiesen ist auch, dass bei den meisten psychischen Erkrankungen – wenn sie ein mittleres oder v.a. schweres Ausmaß erreicht haben – die Kombination aus Pharmakotherapie und Psychotherapie am sinnvollsten ist. Die moderne Psychopharmakotherapie umfasst neben einer gezielten und sorgfältigen fachkundigen Information und Aufklärung des Patienten die individuelle Auswahl und Empfehlung eines geeigneten Medikamentes in geeigneter Dosis – in Hinblick auf Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Außerdem erfolgt eine engmaschige Überprüfung von Wirkung und Nebenwirkungen (einschließlich z.B. der Blutspiegelbestimmung) auf den Körper.
Welche Therapieziele verfolgen die Oberberg Fachkliniken bei Antriebslosigkeit?
„Remission“, „Recovery“ und „Resilienz“
Bei der Remission soll eine Reduzierung der Symptome erreicht werden. Dem Patienten soll dabei geholfen werden, dass die Antriebslosigkeit und Müdigkeit abnimmt und eine optimistische Einstellung entwickelt werden kann.
In der Phase der Recovery soll der Mensch bei der Rückkehr in den Alltag unterstützt werden, damit er sich seinen alltäglichen Herausforderungen stellen kann. Außerdem soll das Bewusstsein für die eigene Psyche gestärkt werden.
Resilienz bezeichnet die innere Widerstandfähigkeit des Menschen. Diese soll durch die Therapie gestärkt werden, damit die Gefahr für einen Rückfall deutlich reduziert wird.
Quellen
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Stuttgart: TRIAS.
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