Binge-Eating-Störung – Wenn Gefühle durch Essen unterdrückt werden
In unseren Oberberg Privatkliniken finden Sie einen geschützten Ort, um zur Ruhe zu kommen. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie dabei, zu sich selbst zu finden und die Ursachen Ihrer Erkrankung zu verstehen – für einen Weg hin zu neuer Stärke und Lebensfreude.
Diagnose Binge-Eating-Störung: Was tun?
Das Binge-Eating gehört zu den Essstörungen und ist die am häufigsten verbreitete. Es kommt zu wiederholten Essanfällen, in denen infolge eines Kontrollverlusts übermäßig große Mengen an Nahrungsmittel verzehrt werden. Diese Essanfälle erfüllen bei den Betroffenen häufig eine Funktion der Emotionsregulation – unangenehme Empfindungen werden unterdrückt. Dabei handelt es sich um ein Vermeidungsverhalten. Mittels Psychotherapie ist eine Behandlung der Binge-Eating-Essstörung möglich.
Patientenaufnahme
Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.
Ganz einfach – in drei Schritten.
Wir sind für Sie da!
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1Sie kontaktieren uns.
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2Unser freundliches Aufnahmeteam berät Sie persönlich.
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3Wir kümmern uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.
Therapien
Mögliche Therapieverfahren bei Binge-Eating-Störung
Als Oberberg-Patient können Sie mit Ihrem Therapeuten-Team immer ausführlich besprechen, welches individuelle, evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht.
Zur Behandlung von Binge-Eating-Störung setzen wir unter anderem diese Therapieverfahren ein:
Oberberg Privatkliniken für Binge-Eating-Störung
Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.
In diesen Kliniken behandeln wir Binge-Eating-Störung auf höchstem Niveau:
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Brandenburg
Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg
Fachklinik
Am Glubigsee 46
15864 Wendisch Rietz -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
Fachklinik
Am Sandfeld 34
41564 Kaarst -
Berlin
Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin
Klinik für Kinder und Jugendliche
Schaperstraße 36
10719 Berlin -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Konraderhof (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Zum Konraderhof 5
50354 Hürth -
Hamburg
Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Friesenweg 34
22763 Hamburg -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Potsdam Brandenburg
Fachklinik
Elisenweg 2
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Rhein-Jura
Fachklinik
Schneckenhalde 13
79713 Bad Säckingen -
Bayern
Oberberg Fachklinik Scheidegg im Allgäu
Fachklinik
Kurstraße 16
88175 Scheidegg -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Schwarzwald
Fachklinik
Oberberg 1
78132 Hornberg -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Horst 48 (Haus Horst)
41238 Mönchengladbach -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Weserbergland
Fachklinik
Brede 29
32699 Extertal-Laßbruch -
Hessen
Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad
Fachklinik
Rheingauer Straße 47
65388 Schlangenbad -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth
Fachklinik
Friedrich-Ebert-Straße 11a
50354 Hürth -
Berlin
Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm
Tagesklinik
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin -
Bremen
Oberberg Tagesklinik Bremen
Tagesklinik
Langemarckstraße 4
28199 Bremen -
Hessen
Oberberg Tagesklinik Frankfurt am Main
Tagesklinik
Hedderichstraße 55-57
60594 Frankfurt am Main -
Hamburg
Oberberg Tagesklinik Hamburg
Tagesklinik
Hermannstraße 9, 1. ZG
20095 Hamburg -
Niedersachsen
Oberberg Tagesklinik Hannover
Tagesklinik
Ellernstraße 38
30175 Hannover -
Brandenburg
Oberberg Tagesklinik Potsdam
Tagesklinik
Geschwister-Scholl-Straße 38
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Privatklinik Friedenweiler
Fachklinik
Kurhausweg 2-4
79877 Friedenweiler -
Bayern
Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee
Fachklinik
Jägerstrasse 29
83707 Bad Wiessee -
Bayern
Zentrum Isartal
Tagesklinik
Kloster Schäftlarn 8
82067 Kloster Schäftlarn
Impressionen aus unseren Kliniken
Wir behandeln Patienten nicht nur, wir behandeln sie wie unsere Gäste.
Unsere modernen, lichtdurchfluteten Räume vermitteln Ruhe und Geborgenheit. Freundliche Zimmer und liebevoll gestaltete Rückzugsorte laden dazu ein, Kraft zu schöpfen, innere Balance zu finden und den persönlichen Heilungsweg in einer harmonischen, sicheren Umgebung zu gehen.
Fragen und Antworten
Weitere Informationen zur Binge-Eating-Störung
Welche Symptomatik & Diagnostik gibt es bei einer Binge-Eating-Störung?
- Bei Betroffenen kommt es immer wieder zu Essanfällen. Dabei werden in einem begrenzten Zeitraum, beispielsweise innerhalb von zwei Stunden, große Mengen an Nahrung verzehrt. Die Menge ist größer als das normale Maß, das die meisten Menschen unter ähnlichen Umständen in dieser Zeit zu sich nehmen würden. Betroffene erleben während der Essattacke einen Kontrollverlust.
- Die Nahrungsmenge wird meist nicht aufgrund von Hunger verzehrt.
- Betroffene empfinden anschließend meist Scham über ihren Essanfall, den sie geheim halten.
- Nach dem Essanfall kommt es meist zu negativen Gefühlen von Schuld, Deprimiertheit und Ekel vor der eigenen Person.
- Die Essanfälle treten an mindestens zwei Tagen innerhalb einer Woche auf.
- Infolgedessen entsteht ein Leiden für Betroffene.
Welche weiteren Auffälligkeiten gibt es bei einer Binge-Eating-Störung?
Zusätzlich zu den in der Diagnostik genannten Symptomen kann es zu weiteren Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Symptomen bei einer Binge-Eating-Störung kommen, die häufig bei Essstörungen einhergehen.
Dazu gehört ein generell gestörtes Essverhalten, wechselnd zwischen kontrolliertem (z. B. Diäten) und unkontrolliertem Essverhalten (Essanfälle). Was und wie viel verzehrt wird, variiert dabei. Essen wird häufig zur Aufhellung der Stimmung oder zum Abbau von Stress verwendet.
Außerdem liegt bei Betroffenen häufig eine Störung des Körperschemas vor, Übergewicht oder Adipositas, eine gestörte Wahrnehmung des Hunger- und Sättigungsgefühls und häufiges Grübeln über Nahrung und Körpergewicht. Viele Betroffene weisen zwischenmenschliche Defizite auf und/oder unterdrücken ihre Emotionen. Bei vielen kommt es zu autoaggressiven Verhaltenstendenzen.
Häufig liegt bei Essstörungen eine Komorbidität mit anderen psychischen Erkrankungen vor. Bei einer Binge-Eating-Störung sind dies häufig Angststörungen, Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und Substanzmissbrauch.
Wie häufig ist die Binge-Eating-Störung und seit wann gibt es sie?
Die Prävalenz für die Binge-Eating-Störung liegt bei 2 % in der Gesamtbevölkerung. Die Erkrankten sind zu 40 % Jungen/Männer und zu 60 % Mädchen/Frauen.
Seit dem Jahr 2013 ist die Binge-Eating-Störung eine eigenständige Diagnose.
Welche Ursachen und Auslöser gibt es für eine Binge-Eating-Störung?
Laut aktuellem Stand der Forschung entsteht eine Binge-Eating-Störung durch mehrere Faktoren, die sich auch gegenseitig beeinflussen. Diese sind:
- Häufiges Diäthalten
- Erhöhter Body-Mass-Index
- Geringes Selbstwertgefühl
- Unzufriedenheit über die eigene Figur
- Große Rolle des Erscheinungsbilds für das Selbstwertempfinden
- Geringe Unterstützung in der Familie
- Familiäre Vorbilder mit gestörtem Essverhalten
- Genetische Disposition
- Erhöhte psychische Vulnerabilität in der Kindheit
- Erhalten von Kritik bzgl. Figur und Gewicht
- Depressive Symptome
Ausgelöst werden können Essanfälle durch emotionale Probleme und Gefühle von Wut, Trauer, Ärger, Langeweile, Stress und Angst.
Zur Entstehung und Aufrechterhaltung einer Binge-Eating-Störung tragen laut einer Studie, in der wissenschaftliche Analysen zusammengefasst wurden, negative Emotionen und eine maladaptive Emotionsregulation bei. Der Anspannung folgt durch einen Essanfall eine Reduktion der Spannung, was zu einer negativen Verstärkung führt. Es ist folglich ein Konditionierungsprozess bei Betroffenen zu beobachten, der dazu beiträgt, dass die Essstörung aufrechterhalten wird.
Verlauf und Folgen einer Binge-Eating-Störung
Häufig ist ein wechselhafter Verlauf während einer Binge-Eating-Störung bei Betroffenen zu beobachten. Nach wochen- oder monatelanger Symptomfreiheit kann es wieder zu Phasen kommen, in denen die Essstörung wieder deutlich an Schwere zunimmt.
Ausgelöst durch die Essstörung können weitere psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen sowie somatische Erkrankungen wie Diabetes Mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. In besonders schweren Fällen kann es durch die Binge-Eating-Störung zum Tod kommen.
Auch nach erfolgreichem Therapieverlauf kann es zu Rückfällen kommen, sodass eine Nachsorge empfehlenswert ist.
Allgemein gilt: Je früher die Essstörung behandelt wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung und Symptomfreiheit. Eine Binge-Eating-Störung dauert bei vielen Betroffenen nicht länger als ein Jahr an. Bei denjenigen, die jedoch länger betroffen sind, kann die Störung über ein Jahrzehnt andauern. Erfolgt keinerlei Behandlung, so kann es häufig zu einer Chronifizierung der Binge-Eating-Störung kommen, wie retrospektive Studien zeigen.
Welche Behandlung gibt es für eine Binge-Eating-Störung?
Zur Therapie einer Binge-Eating-Störung können sich Betroffene, abhängig beispielsweise von der Störungsschwere, in eine ambulante, eine teilstationäre (tagesklinische) oder vollstationäre Behandlung begeben.
In der Behandlung hat sich die Psychotherapie als beste Methode herausgestellt, im Vergleich mit Diäten, Medikamenten und Selbsthilfe. Als Therapieansätze zeigt sich insbesondere die Kognitive Verhaltenstherapie als sehr effektiv bei einer Binge-Eating-Störung. Laut Studien wirkt diese bei circa 60 Prozent der Behandelten.
Als zweite Empfehlung wird die interpersonelle Psychotherapie gegeben. Auch für die humanistische Psychotherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Strukturierte Manualisierte Selbsthilfe liegen Empfehlungen als Behandlungsmethode vor bei einer Binge-Eating-Störung.
Bei Erwachsenen kann mittels einer Therapie mit Neurofeedback, einer Spezialrichtung von Biofeedback, eine Reduktion der Essanfällen erreicht werden. Bei Kindern wird das Einbeziehen der unmittelbaren Bezugspersonen (meist der Eltern) empfohlen.
Zur medikamentösen Therapie der Binge-Eating-Störung ist in Deutschland aktuell kein Medikament zugelassen. Es können jedoch Medikamente, die ursprünglich zu Behandlung anderer Störungsbilder eingesetzt werden, eingenommen werden. Dies sind meist Antidepressiva (2. Generation), Stimulanzien (zentralnervös wirkend) und Antikonvulsiva. Diese werden über mehrere Wochen eingenommen.
Das Hauptziel einer Therapie ist es, die auftretenden Essanfälle zu reduzieren. Damit einher geht eine moderate Gewichtsreduktionen, die von den meisten Patienten dringend gewünscht wird. Dafür wird den Betroffenen zunächst das Entstehungsmodell einer Binge-Eating-Störung erklärt. Die Patienten können dann die persönlichen Mechanismen analysieren, die bei ihnen zu Essanfällen führen. Die Analyse soll dabei helfen, den Essanfällen vorzubeugen. Im Allgemeinen sind die Symptombehandlung sowie die Behandlung weiterer psychischer Beschwerden oder komorbiden Störungen Behandlungsziele.
Therapieziele im Speziellen sind bei dieser Essstörung die Stärkung an Emotionsregulationsstrategien, Stärkung des Selbstwertgefühls, angemessene Stressbewältigung und Gefühle zuzulassen und neu zu bewerten. Zum Behandlungsende spielt die Rückfallprophylaxe der Binge-Eating-Störung eine wichtige Rolle.
Behandlung der Binge-Eating-Störung in den Oberberg Kliniken
Wenn Sie unter einer Binge-Eating-Störung leiden, erhalten Sie in den Oberberg Kliniken professionelle Unterstützung. Unsere Fachkliniken behandeln nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit verschiedenen Therapiemethoden, ausgerichtet an Ihren Bedürfnissen und Wünschen. Dabei glauben wir fest an das Zusammenwirken von Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz in einer erstklassigen Umgebung, die von einer herzlichen Atmosphäre aus Achtsamkeit und Zugewandtheit geprägt ist.
"Wir versuchen immer, mit unseren Patienten auf Augenhöhe zu kommunizieren und therapeutische Maßnahmen gemeinsam zu besprechen, wobei ihnen jedoch immer die endgültige Entscheidung vorbehalten bleibt. Nach ihrem Aufenthalt bei uns begleiten wir sie auch während der Nachsorge – natürlich nur, wenn sie es möchten."
Dr. med. Jaroslav Malevani
Chefarzt Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth
Manchmal „überesse“ ich mich. Heißt das ich habe eine Binge-Eating-Störung?
Nein, die meisten Menschen überessen sich hin und wieder. Dabei treten keinerlei Gefühle eines Kontrollverlust auf, es resultiert keine Beeinträchtigung des Alltags bzw. kein längerfristiges Leiden. Wenn Gefühle von Scham und Schuld nur in geringem Maße auftreten und die Essanfälle nicht verheimlicht werden, wie es bei einer Binge-Eating-Störung üblich ist, handelt es sich nicht um ein krankhaftes Verhalten. Ein genussvolles Überessen, besonders zu Festivitäten, ist kein Zeichen für eine psychische Erkrankung.
Was bedeutet der Begriff „Binge Eating“ im Englischen?
Im Englischen ist der Begriff zusammengesetzt aus den Wörtern „binge“ und „eating“. „Binge“ steht für einen exzessiven Konsum von etwas und „to eat“ bedeutet essen. Es lässt sich somit als exzessives Essen übersetzen und beschreibt die Symptomatik der Esstörung, die Essattacken.
Welche Arten von Essstörungen gibt es?
In dem internationalen Klassifikationsverzeichnis von Krankheiten und verwandter Gesundheitsproblemen ICD-10, sind als Essstörungen neben der Binge-Eating-Störung die Essstörungen Anorexia nervosa, die Bulimia nervosa, das Pica-Syndrom, Fütterungsstörungen und Mischformen von Essstörungen aufgelistet. Sie unterscheiden sich stark in ihrer Symptomatik.
Quellen
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