Ja, im Winter ist es oftmals dunkel und Licht kennen wir manchmal tagelang nur von den Lampen, die wir in allen Zimmer anmachen müssen. Wenn dann aber einmal die Sonnenstrahlen herauskommen, erfreut sich unser Gemüt meist ungemein und wir lachen. Wir lachen, weil es uns auf einmal wieder besser geht! Schon alleine deswegen liegt es auf der Hand, dass Licht gegen Depressionen eingesetzt wird. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Lichttherapie mit allen Vorteilen vor.
Kann es auch zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bei der Lichttherapie kommen?
Es kann gelegentlich vorkommen, dass Ihre Augen gereizt sind, Sie Kopfschmerzen bekommen oder Ihre Haut trocken wird. Diese Beschwerden gehen aber nach wenigen Stunden wieder zurück. Das vereinzelt beobachtete Umschlagen eines depressiven in einen leicht manischen Zustand tritt auch im Spontanverlauf oder bei medikamentöser Therapie bipolarer Patienten (manisch-depressives Syndrom) auf, ist aber keine typische Nebenwirkung der Lichttherapie. Schäden und ernste Nebenwirkungen wurden bisher nicht beobachtet, Therapieabbrüche wegen Nebenwirkungen sind Rarität. Vorsicht bei gleichzeitiger Einnahme von Johanniskraut, das oft als pflanzliches Antidepressivum bei leichten und mittelschweren Depressionen eingesetzt wird, sowie Antibiotika (Tetracycline, Sulfonamide). Diese Medikamente enthalten Wirkstoffe, die zur Photosensibilisierung, d.h. Lichtüberempfindlichkeit führen können. In diesen Fällen muss das Behandlungskonzept gemeinsam mit dem Arzt abgestimmt werden.