Die Farb- und Farblichttherapie macht sich die therapeutische Wirkung von Licht auf die Psyche und den Organismus des Menschen zunutze. Sie basiert auf der Erkenntnis, dass Farbe und Licht Lebewesen sowohl positiv als auch negativ beeinflussen kann.
Bei der Farb- und Farblichttherapie (Chromotherapie) wird der Patient mit farbigem Licht bestrahlt, um körperliche und psychische Krankheiten zu heilen oder ihnen vorzubeugen. Seit wenigen Jahren kommt die Farb- und Farblichttherapie aufgrund ihrer überwiegend positiven Berichte auch im Wellness-Bereich oder in der asiatischen Lehre des Feng Shui zur Anwendung.
Wie der Transfer von Licht und Farben auf Körper und Seele genau funktioniert, ist noch ein junges Forschungsgebiet und nicht ganz bekannt. Die teilweise verblüffenden Ergebnisse lassen sich nicht immer wissenschaftlich begründen. Aber offenbar beruht die Wirkung, die farbiges Licht bei der Bestrahlung der Körperoberfläche hervorruft auf einem anderen Prinzip als der psychologische Einfluss, den das Betrachten von Gegenständen mit farbigem Licht ausübt. Die Biophotonenforschung vermutet, dass die Haut Farbschwingungen aufnimmt und deren Wirkung an das Innere des Körpers weiterleitet. Hierbei gibt es besonders empfängliche Hautbereiche, zu denen auch die Akupunkturpunkte zählen.
Bei der generellen Behandlung depressiver Erkrankungen muss man zwischen Farb-und Lichttherapie unterscheiden. Für die Therapie einer manifesten psychischen Störung wie eine jahreszeitliche Depression ("Winterdepressionen") ist die Lichttherapie mit hellem neutralem Licht eine anerkannte, in ihrer Effektivität nachgewiesene Therapieform. Da wir in unserer Klinik ausschließlich Patienten mit solchen Erkrankungen behandeln, wenden wir nur diese Form der Behandlung an.
Die Farbtherapie ist als nicht evidenzbasiertes Therapieverfahren für die Behandlung von Patienten in Kliniken nicht geeignet.