Wenn aus dem Glücksgefühl Traurigkeit wird
Darüber hinaus kann das ständige Zurschaustellen des eigenen Lebens und die Ansprüche, ein möglichst perfektes Bild von sich und seinem Alltag zu zeigen, enormen Druck auslösen. Ebenso wie das Vergleichen mit anderen aktiven Nutzerinnen und Nutzern auf Social Media. „Sich ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, kann die psychische Gesundheit negativ beeinflussen und zu Minderwertigkeitsgefühlen führen“, sagen die Expertinnen und Experten. Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die häufig Social Media nutzen, ein erhöhtes Risiko haben, an einer Depression zu erkranken.3
„Wenn man bemerkt, dass sich die Gedanken nur noch um soziale Medien und das Posten von Inhalten drehen, man nicht ohne sein Handy sein kann und es möglicherweise sogar nach dem Aufwachen in der Nacht nutzt oder man soziale Kontakte zugunsten von Social Media aufgibt, sollte das eigene Nutzungsverhalten kritisch überprüft werden. Ärztlicher Rat kann dann sinnvoll sein,“ raten die Psychiaterinnen und Psychiater. Anhand der Social Media Disorder Scale4 kann das eigene mediale Suchtverhalten eingeordnet werden. Im persönlichen Austausch mit einer Expertin oder einem Experten, wie in den Oberberg Fachkliniken, kann darüber hinaus eine genaue, individuelle Diagnose gestellt und es können Maßnahmen zur Suchtbehandlung ergriffen werden. „Auch wer an sich ein schwindendes Interesse an Hobbies wahrnimmt, sich häufig niedergeschlagen und antriebslos fühlt, tut gut daran, abklären zu lassen, ob sich möglicherweise eine Depression zum Beispiel durch den Social Media-Konsum entwickelt hat“, so die Expertinnen und Experten weiter.
Die Oberberg Fachkliniken unterstützen Menschen in schwierigen seelischen und psychischen Krisensituationen und bieten Hilfe bei Suchterkrankungen wie der Social Media-Sucht.