Frisches Grün und Sonnenschein sorgen bei den meisten Menschen für Lebensfreude und gute Laune. Doch wer unter einer Depression leidet, ist jetzt besonders gefährdet.
Aus diesem Grund sei das Frühjahr – neben Weihnachten – für Menschen mit Depressionen die zweitrisikoreichste Zeit des Jahres. Ob weitere negative Faktoren wie eine wetterbedingte Veränderung des Hormonhaushaltes oder die stärkere Wetterfühligkeit depressiver Menschen ebenfalls eine Rolle spielen, konnte wissenschaftlich bisher nicht eindeutig geklärt werden. Der einzige Schutz vor den „Gefährdungen“ des Frühlingswetters sei, um die möglichen Risiken zu wissen, erklärt der Chefarzt der Rhein-Jura-Klinik. Angehörige depressiver Menschen sollten jetzt besonders aufmerksam darauf achten, ob sich eine Verschlechterung ihrer Gemütslage zeige. „Zwei Fragen helfen dabei, zu erkennen, ob ein kritischer Zustand vorliegt: Habe ich in den letzten Wochen das Gefühl gehabt, mich nicht richtig freuen zu können? Habe ich den Eindruck gehabt, dass mir für viele Dinge die Energie fehlt?“, sagt Prof. Berner. Wer beide Fragen mit Ja beantworten könne, sollte nicht zögern, sich um fachärztliche Hilfe zu bemühen.