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  • Was sind Angst- und Panikstörungen?

    11.09.2019

    Kein Mensch ist frei von Angst. Sie schützt uns vor Gefahren und kann uns das Leben retten. Wenn wir vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links blicken, wenn wir uns beim Treppensteigen am Geländer festhalten oder die Haustüre abschließen – ohne dass es uns bewusst wäre, führt uns Angst durch die Gefahren des Lebens. Erst wenn Angst besonders stark auftritt und über mehrere Monate anhält, spricht man von einer Angststörung.

    „Angststörung“ ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen, die mit Angst verbunden sind. Angststörungen zählen weltweit zu den häufigsten psychischen Störungen. Die Krankheitsbilder können erheblich variieren – je nach Art der vorherrschenden Angst. Nicht selten treten mehrere Formen von Angst nebeneinander auf.

    Die häufigsten Formen von Angststörungen

    Die häufigsten Formen von Angststörungen sind:

    • Generalisierte Angststörung
    • Phobien (krankhafte Ängste vor Ereignissen, Situationen, Gegenständen oder Personen)
    • Davon abgegrenzt: Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Räumen)
    • Posttraumatische Belastungsstörung, kurz PTBS (kann sich nach einem traumatischen Lebensereignis entwickeln)
    • Ängste als Symptom bei anderen Erkrankungen (z.B. bei Schizophrenie, endogener Depression; Epilepsie)

    Von den Phobien abgegrenzt wird die Panikstörung. Sie macht sich bemerkbar, wenn Panikattacken ohne klaren Auslöser, quasi aus heiterem Himmel wiederholt auftreten und entsteht durch einen „falschen Alarm“ im Körper, der eine akute Lebensgefahr vortäuscht. Das wiederholte Auftreten verstärkt die Angst vor der nächsten Attacke, der Teufelskreis „Angst vor der Angst“ entsteht.

    Angsterkrankungen können unbehandelt chronisch verlaufen und treten nicht selten in Kombination mit anderen Erkrankungen auf: Depression, Suchterkrankungen (Alkohol, Medikamente, Drogen) oder somatoforme Störungen (körperliche Symptome) sind die häufigsten.

    Therapie von Panik- und Angststörungen

    Um eine Panik- oder Angststörung zu diagnostizieren, wird zuerst ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch geführt. Der Arzt stellt die aktuelle Symptomatik, die Entstehung und den Verlauf der Ängste fest. Darüber hinaus findet er heraus, ob die Angst das maßgebliche Problem ist oder ob sie im Rahmen einer anderen Erkrankung auftritt.

    Die Erfolgsaussichten einer Therapie von Angst- und Panikstörungen sind gut, auch wenn die Angst schon länger besteht. Je früher der Betroffene sich Hilfe sucht, desto besser kann er behandelt werden. In den meisten Fällen reicht eine alleinige Psychotherapie aus. Bei stärker ausgeprägten Formen von Angst oder Panik wird oft eine Kombination verschiedener Therapieansätze angewendet:

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