Kein Mensch ist frei von Angst. Sie schützt uns vor Gefahren und kann uns das Leben retten. Wenn wir vor dem Überqueren der Straße nach rechts und links blicken, wenn wir uns beim Treppensteigen am Geländer festhalten oder die Haustüre abschließen – ohne dass es uns bewusst wäre, führt uns Angst durch die Gefahren des Lebens. Erst wenn Angst besonders stark auftritt und über mehrere Monate anhält, spricht man von einer Angststörung.
Um eine Panik- oder Angststörung zu diagnostizieren, wird zuerst ein ausführliches Arzt-Patienten-Gespräch geführt. Der Arzt stellt die aktuelle Symptomatik, die Entstehung und den Verlauf der Ängste fest. Darüber hinaus findet er heraus, ob die Angst das maßgebliche Problem ist oder ob sie im Rahmen einer anderen Erkrankung auftritt.
Die Erfolgsaussichten einer Therapie von Angst- und Panikstörungen sind gut, auch wenn die Angst schon länger besteht. Je früher der Betroffene sich Hilfe sucht, desto besser kann er behandelt werden. In den meisten Fällen reicht eine alleinige Psychotherapie aus. Bei stärker ausgeprägten Formen von Angst oder Panik wird oft eine Kombination verschiedener Therapieansätze angewendet:
- Psychotherapie
- Verhaltenstherapie
- Medikamentöse Behandlung
- Bewegungs- und Entspannungsübungen