Zum Inhalt springen
  • 030 - 26478607
  • Kontaktformular für Patienten
  • Was sind Abhängigkeitserkrankungen?

    13.02.2018

    Abhängigkeitserkrankungen gehören zu den am häufigsten auftretenden psychischen Erkrankungen. Für die Betroffenen, Angehörigen und deren Umfeld stellen Suchterkrankungen eine große Herausforderung dar, die meist mit leidvollen Erfahrungen einhergeht.

    Eine Abhängigkeit oder Sucht kann stoffgebundener oder nichtstofflicher Natur sein. Eine stoffgebundene Abhängigkeit betrifft zum Beispiel den übermäßigen Gebrauch von:

    • Alkohol
    • Nikotin
    • Opiaten (Heroin, Methadon, Opium)
    • Kokain
    • Cannabis
    • Amphetamin (Speed)
    • Barbituraten (Schlafmittel)
    • Klebstoff (Schnüffelsucht)
    • Medikamenten u. s. w.

    Daneben gibt es nichtstoffliche Suchterkrankungen wie:

    • Internetsucht
    • Sexsucht
    • Kaufsucht
    • Spielsucht
    • Computersucht

    Als suchtkrank wird jemand bezeichnet, der das eigene Verhalten nicht mehr unter Kontrolle hat. Es handelt sich um ein zwanghaftes Bedürfnis nach einer bestimmten Substanz oder Tätigkeit. Dabei unterscheidet man zwischen psychischer und körperlicher Abhängigkeit:

    • psychische Abhängigkeit: unkontrollierbares Verlangen nach der Einnahme einer bestimmten Substanz
    • körperliche Abhängigkeit: Dosissteigerung und das Auftreten von Entzugserscheinungen

    Den angenehmen Wirkungen wie Glücksgefühlen, Euphorie, Leistungssteigerung, Abbau von Hemmungen folgen Nebenwirkungen wie Schlafstörungen (vegetative Symptome), Organschäden, Infektionen (HIV, Hepatitis) und soziales Abgleiten.

    Wie erkennt man, ob man an einer Abhängigkeitserkrankung leidet?

    Die Ursachen für eine Abhängigkeitserkrankung unterliegen genetischen, biographischen, sozialen und aktuellen Einflüssen. Die Suchtentwicklung zieht sich oft über Jahre hin, so dass sie starken Schwankungen unterliegen kann. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert gemäß ICD sechs Kriterien für eine Abhängigkeit. Mindestens drei müssen innerhalb eines Jahres erfüllt gewesen sein:

    1. Starker Wunsch oder eine Art Zwang, eine Substanz zu konsumieren
    2. Verminderte Kontrollfähigkeit (bzgl. Beginn, Beendigung und Menge des Substanzkonsums)
    3. Körperliches Entzugssyndrom
    4. Toleranz (d. h. Dosiserhöhung ist notwendig, um die gewünschte Wirkung zu erreichen)
    5. Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügungen oder Interessen zugunsten des Substanzkonsums, erhöhter Zeitaufwand, zum Substanzkonsum oder sich von Folgen zu erholen
    6. Anhaltender Substanzkonsum trotz Nachweis schädlicher Folgen (körperlich und psychisch)

    Haben Sie das Gefühl, alkoholgefährdet oder -süchtig oder zu sein? Dann sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt!
    Zur generellen Information machen Sie unseren Online-Selbsttest. Dieser hilft Ihnen dabei zu erkennen, ob bei Ihnen Anzeichen für eine Suchterkrankung mit Alkohol vorliegen können.

    Doppeldiagnose: Suchterkrankung in Kombination

    Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen leiden häufig an einer psychiatrischen Zweiterkrankung. Diese Kombination aus psychischer Erkrankung und stoffgebundener Abhängigkeitserkrankung bezeichnet man auch mit dem Begriff Doppeldiagnose. Studien zeigen, dass mindestens die Hälfte aller Suchtkranken auch an einer psychiatrischen Zweiterkrankung leidet: meistens sind das Angsterkrankungen, affektive Störungen oder Persönlichkeitsstörungen.

    Beide Störungen sind in der Regel miteinander verwoben, die Verschlechterung der einen Störung hat Auswirkungen auf die andere. Wird die Doppeldiagnose nicht erkannt und behandelt, ergeben sich immer wieder große Schwierigkeiten in der Behandlung der Abhängigkeitserkrankungen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Betroffene mit einer speziell auf Doppeldiagnose ausgerichteten Therapie behandelt werden.

    Lesen Sie bald in unserem zweiten Teil alles über unsere Therapie bei Doppeldiagnose.

    Haben Sie die Vermutung, auch an einer depressiven Erkrankung zu leiden? Dann sollten Sie unbedingt mit Ihrem Hausarzt sprechen. Machen Sie zur generellen Information unseren Online-Selbsttest zu depressiven Erkrankungen.

    Kontaktaufnahme

    Sie können sich jederzeit an uns wenden – vertrauensvoll und diskret

    Sie möchten mehr Informationen zu unserem Behandlungsangebot, zur Ausstattung in den Kliniken oder zum Tagesablauf in einer unserer Kliniken? Dann würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns persönlichen Kontakt unter der Telefonnummer 030 - 2647 8607 aufnehmen. Wenn Sie einen Rückruf für ein persönliches Gespräch vereinbaren möchten, füllen Sie bitte das Kontaktformular aus. Wir werden uns dann schnellstmöglich bei Ihnen melden.

    Standorte, Therapieangebot und Behandlungsfelder

    Oberberg Kliniken

    Die Oberberg Kliniken sind deutschlandweit vertreten. Wir therapieren alle Arten psychischer Krankheitsbilder nach den neuesten Erkenntnissen aus Wissenschaft und Praxis, stets individuell auf persönliche Bedürfnisse zugeschnitten.

    Oberberg Therapieangebot

    Das Oberberg Therapieangebot umfasst eine große Bandbreite an medizinischen und psychotherapeutischen Leistungen für das gesamte Spektrum psychischer und psychosomatischer Erkrankungen.

    Oberberg Behandlungsfelder

    In den Oberberg Kliniken unterstützen wir Menschen mit einer großen Bandbreite an psychischen Erkrankungen – von ADHS bis hin zu Zwangsstörungen. Erfahren Sie mehr über Symptome und Diagnosen und entdecken Sie, welcher unserer Standorte auf Ihr Behandlungsbild spezialisiert ist.

    Aktuelle Artikel aus dem Oberberg Blog