Unter dem Begriff Achtsamkeit versteht man eine akzeptierende und wertungsfreie Haltung gegenüber dem, was man gerade wahrnimmt und tut. Achtsamkeit ist also eine Qualität des menschlichen Bewusstseins: Wer achtsam ist, der lässt jede innere und äußere Erfahrung im gegenwärtigen Moment vorurteilsfrei zu.
Wir setzen in unserer Therapie Achtsamkeitsübungen vielfältig ein. Sie unterstützen Patienten bei den verschiedensten Problemen und Störungen:
Doch auch wer nicht an einer psychischen Erkrankung leidet, für den lohnt es sich, im Alltag achtsamer zu werden. Das erfordert Übung. Am Anfang werden Sie wahrscheinlich die Erfahrung machen, dass Sie abschweifen, die Gedanken sich in die Vergangenheit oder Zukunft verabschieden, Sie Wahrnehmungen als gut oder schlecht bewerten.
Anders gesagt: Denkmuster und Verhaltensweisen, die sich über Jahrzehnte entwickelt haben, sind nicht von heute auf morgen zu verändern. Doch ein kurzes Training jeden Tag hilft dabei, immer achtsamer zu werden. Dabei können wir vor allem auf den Atem setzen. Der Atem ist unser Verbündeter in der Meditation und im Achtsamkeitstraining. Er ist der Anker, zu dem man Zuflucht suchen kann, wenn quälende Gedanken überhandnehmen. Der Atem beruhigt überbordende Aktivitäten von Körper, Geist und Emotionen.
An den Standorten der Oberberg Fachkliniken haben wir dafür drei Übungen zusammengestellt, die Sie ganz einfach an Ihrem Arbeitsplatz durchführen können. Auch zu Hause, im Bus oder überall wo Ihnen gerade danach ist, helfen Ihnen diese Übungen, sich zu beruhigen und wieder „zu sich zu kommen“.