Fast jeder Mensch kennt lästige Geräusche im Ohr, doch nicht immer handelt es sich unmittelbar um Tinnitus. Meist ist der Auslöser das Konzert oder der Diskobesuch am Abend zuvor. In den meisten Fällen verschwindet das störende Geräusch nach ein paar Stunden von selbst. Doch bei manchen Menschen bleiben die Symptome bestehen oder kommen immer wieder – und werden chronisch.
„Viele Betroffene und auch behandelnde Ärzte suchen nach Möglichkeiten und Therapie-Ansätzen, die den konventionellen medizinischen Prinzipien entsprechen und Tinnitus mit Medikamenten oder Operationen heilen“, so Ross. „Doch leider kann man den Tinnitus nicht einfach 'wegmachen'. Jede Anstrengung, das zu erreichen, verstärkt ihn. Deshalb setzen wir zum Beispiel auf eine Konzentration von gesundmachenden Faktoren.“
Die selbst erarbeitete Therapie von Dr. med. Uwe H. Ross, die auch die Oberberg Fachklinik Rhein-Jura in Bad Säckingen bei Betroffenen anwendet, setzt sich individuell aus speziellen ressourcen-orientierten Elementen zusammen. „Unsere Therapie zielt auf die emotionale und gedankliche Neubewertung der Situation“, erklärt Ross.
Der Tinnitus wird mit dem Betroffenen in einen neuen Informations- und Sinnzusammenhang gestellt. So lernt der Betroffene, das Erleben der Geräusche oder Töne sowie die aufrechterhaltenden Faktoren zu beeinflussen. Das erreicht er durch die Nutzung seiner verdeckten gesundheitlichen Ressourcen und Kompetenzen. Der Tinnitus tritt nachhaltig in den Hintergrund und hinter die Wahrnehmungsgrenze. Gerade bei chronischen Patienten sorgt das für ein völlig verändertes Lebensgefühl. Die Wahrnehmung weicht einem neuen, stimmigen Körper- und Selbstbewusstsein und der Betroffene kann sein Leben wieder nahezu störungsfrei genießen.
Sollten auch Sie selbst oder Angehörige von den zuvor geschilderten Symptomen betroffen sein, kann eine stationäre Therapie helfen. Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf!