In der Fortbildungsreihe "Hochrhein Kolloquien für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik" der Rhein-Jura Klinik stellen namhafte Referenten regelmäßig aktuelle Ansätze der Therapie psychischer und psychosomatischer Störungen vor. Fachärzte, Hausärzte und Psychotherapeuten erhalten die Möglichkeit, in unterschiedlichen Bereichen neue Erfahrungen zu sammeln. Das Thema der letzten drei Termine war auch dieses Mal ein spannendes: alles drehte sich um die frühzeitige Erkennung von stressbedingten Erkrankungen und das Frühinterventionsprogramm der Rhein-Jura Klinik.
Um Betroffenen eine frühzeitige stationäre Behandlung zu ermöglichen, entwickelte die Rhein-Jura Klinik in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftlichen Beirat, Dr. Prof. Martin Bohus vom Zentralinstitut seelische Gesundheit Mannheim, das Frühinterventionsprogramm.
Das Angebot richtet sich an Menschen, die noch keine psychischen Störungen entwickelt haben. In einem 5-wöchigen Basis-Aufenthalt werden die Patienten mit verschiedenen Konzepten behandelt. Therapeuten und Ärzte erarbeiten gemeinsam mit den Betroffenen Einstellungs-, Verhaltens- und Lebensstiländerungen, die später im Alltag umgesetzt werden.
Zu den Behandlungsmodulen zählen:
- ärztliche Aufnahme
- intensive psychiatrisch-psychotherapeutische Diagnostik durch erfahrene Spezialisten
- psychologische Anamnese
- 3 x wöchentlich psychotherapeutische Einzeltermine
- 2 x wöchentlich strukturierte, themenbezogene Gruppentermine zur Stressbewältigung und Selbstfürsorge sowie Problemlöse- und Kommunikationstraining
- Sport- und Leistungsdiagnostik
- tägliches Nordic-Walking
- Sport- und Bewegungsgruppen
- tägliche Achtsamkeitsübungen
- tägliche Entspannungsübungen
- feste individuelle Übungszeiten
Die Rhein-Jura Klinik ist spezialisiert auf die multimodale Behandlung phasischer und chronischer, aber auch stressbedingter Depression. Die Psychotherapie besitzt wegen der Bearbeitung der auslösenden Probleme und zum Übertragen der Behandlungsergebnisse in den Alltag einen besonderen Stellenwert.