Ursächlich für ein Serotonin-Syndrom ist ein Überschuss des Neurotransmitters Serotonin an den Synapsen, den Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn oder Rückenmark (zentrales Nervensystem).
Dafür gibt es verschiedene Auslöser . Meist wird ein Serotonin-Syndrom von einer Kombination verschiedener Substanzen ausgelöst, die auf den Botenstoff Serotonin wirken. Auch eine Überdosierung eines einzelnen Medikaments oder in seltenen Fällen die normale Einnahme eines serotonergen Medikaments können zu einem Serotonin-Syndrom führen.
Viele Arzneimittel wirken serotonerg. Dazu gehören Antidepressiva (wie SSRIs), Opioide, Schmerzmittel, Antibiotika, Erkältungsmittel, Allergiemittel und pflanzliche Arzneimittel. Auch Nahrungsergänzungsmittel und Drogen können Einfluss auf die Funktionsweise von Serotonin nehmen und zur Toxizität führen.
Häufig ist es notwendig, dass Personen, meist ältere Menschen, mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen , die auf den Serotoninhaushalt einwirken. So kann es zur Entstehung eines Serotonin-Syndroms kommen. Denkbar ist auch die Kombination von Medikamenten und Drogen wie Antidepressiva und Ecstasy oder Kokain, die zu einem Serotonin-Syndrom führen können.Ein Schmerzmittel, bei dem in Kombination mit anderen serotonergen Arzneien eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Auftreten eines Serotonin-Syndroms vorliegt, ist Tramadol. Das Schmerzmittel Tramadol wird häufig verschrieben und blockiert die Wiederaufnahme von Serotonin im synaptischen Spalt zwischen verschiedenen Nervenzellen, was dazu führt, dass das Serotonin eine stärkere Wirkung entfaltet. In Kombination mit anderen Mitteln, die ebenfalls das Serotonin im Nervensystem beeinflussen, kann Tramadol zu einem gravierenden Überschuss an Serotonin führen und somit zu einem Serotonin-Syndrom.