Eine Depression ist eine Erkrankung, die professioneller Behandlung oder Hilfe bedarf. Betroffene sind sich teilweise unsicher bezüglich einer eigenständig gestellten Diagnose und fürchten eine Stigmatisierung. Immer wieder wird die depressive Symptomatik darum bagatellisiert oder durch andere Erkrankungen verdeckt.
Damit jede Depression irgendwann endet, kann die Therapie der Depression in folgende Stadien ablaufen:
- Akutbehandlung: Von einer Akutbehandlung bei einer Depression spricht man, wenn gezielt die Besserung der Symptomatik im Vordergrund steht. Dies bezieht sich häufig auf einen Behandlungszeitraum von Wochen.
- Erhaltungstherapie: Dieses Stadium in der Behandlung der Depression soll zukünftige Rückfälle verhindern. Es wird auf eine Stabilisierung der symptomfreien Erkrankungsphase abgezielt. Dabei sollten sechs Monate ohne depressive Beschwerden vergangen sein, um von einer Remission der Depression sprechen zu können. Die Dauer dieses Stadiums in der Behandlung der Depression kann bis zu neun Monate andauern.
- Rückfallvorbeugung: Als nächstes Stadium der Behandlung kann das Verhindern einer Wiedererkrankung nach Erreichen der Remission gesehen werden. Die Entwicklung einer neuen depressiven Episode wird vorgebeugt und die Normalisierung des Neuerkrankungsrisikos angestrebt. In diesem Fall spricht man von einer Recovery. Der etwaige Zeitraum liegt bei einem bis mehreren Jahr/en.
Wichtig: Einige Beschwerden, die zunächst nicht vordergründig auftraten, wie beispielsweise die mentale Leistungsfähigkeit oder das Gedächtnis, können eine Weiterbehandlung der Depression erfordern. Sie treten häufig erst spät auf bzw. werden nicht zu Beginn wahrgenommen oder erkannt.