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  • Psychologie des Fluchens: Kraftvoll oder Aberglaube?

    09.01.2015

    Ja, es gibt ihn, den Unterschied zwischen Fluchen und Verfluchen. Verfluchen ist die Steigerung, die Verwendung des Fluchens, um anderen Personen etwas Böses zu wünschen. Oftmals geschieht dies aus gekränkter Eitelkeit oder vermeintlich erfahrenem Unrecht, welches schließlich in Wut endet.

    Verflucht – schon seit langer, langer Zeit

    Dabei ist Verfluchen nichts Neues… Bereits in der Antike haben Menschen ihren Gegnern Fluchformeln in Form von Fluchtafeln zugeschoben, um sie mit bösen Verwünschungen auszuschalten. Auch in der Bibel findet man unter anderem in Psalm 109 eine lange Reihe von Verwünschungen, die in dieser Zeit zum sogenannten Mord- oder Totbetens benutzt wurden. Doch wurden diese bereits ab 694 verboten.

    Die Art des Fluchens ist kulturell abhängig

    Die Deutschen fluchen im Allgemeinen „anal“. Demnach gibt es das Arschloch, den Schisser oder auch den Klugscheißer. In unseren Nachbarländern werden überwiegend sexuelle Fluchworte verwendet. Schade nur, dass Dolmetscher dabei vor einem Problem stehen, denn das populärste deutsche Schimpfwort „Arschloch“ lautet auf Serbisch Schupak, was für Balkanesen so gefährlich wie das gute alte „Butterbrot“ ist. Es ist jedoch durch die Globalisation und Migration ein Rückgang der Unterschiede zu verzeichnen.

    Der negative aber auch positive Effekt des Fluchens

    Im Internet ist er bereits für wenig Geld zu haben: Der Impotenzfluch oder die allseits bekannten Voodoo-Puppen. Aber auch am Arbeitsplatz bleibt das Fluchen, insbesondere über den Mitarbeiter, nicht aus: Etwa eine Million erwerbstätige Mobbing-Opfer schätzt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Auch Kinder und Jugendliche werden Opfer von Cyber-Mobbing-Attacken. Im Jahre 2011 waren 32 % der Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren Opfer des Internets.

    Wenn Sie abends den Fernseher anschalten, dann sehen Sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auf einem Sender einen Mord – im Fernsehen ist die Mordrate weitaus höher als in der Realität, in der sie bei 800 Toten pro Jahr liegt. Die Aggressionsbereitschaft sei zwar noch immer da, aber verlagert in einen zivileren Bereich.

    Irgendwie ist er aber doch noch da – der Glaube an die Magie

    Unser rationaler Menschenverstand sagt es uns ja eigentlich, dass es reiner Unsinn ist, das Passfoto unseres Exfreundes zu zerreißen, seine Augen mit der Nadel zu zerkratzen oder ihn zur Hölle zu wünschen. Aber wieso fühlen wir doch Beklemmung dabei, selbst verflucht zu werden?

    Fluchen ist eigentlich eine Hilfe dabei, die eigenen Aggressionen zu bändigen. Wenn es im verbalen Bereich bleibt und die Verwünschungen nur Verwünschungen bleiben, dann hilft uns das Fluchen vielleicht doch dabei, die Aggressionen in zivile Bahnen zu leiten. Deshalb sollte das Fluchen nicht ganz verboten werden, sondern einfach zugestanden werden, dass Neid und Eifersucht ganz normale und menschliche Gefühle sind…

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