Aufmerksamkeitsdefizite und Hyperaktivitätsstörungen sind neurobiologische Entwicklungsstörungen, die sich oftmals bereits im Kindesalter bemerkbar machen. Sie können vielfältige Auswirkungen auf das Leben betroffener Kinder und somit auch deren Familien haben. Aufgrund dieser Tatsache ist es wichtig, Kindern und deren Familien die notwendige Unterstützung zu bieten und gemeinsam individuelle Behandlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Was ist ADHS?
ADHS ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die sich durch anhaltende Symptome wie Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität bemerkbar macht. Etwaige Symptome können das tägliche Leben und die sozialen, schulischen oder beruflichen Leistungen von betroffenen Kindern maßgeblich beeinträchtigen. ADHS tritt in den meisten Fällen bereits im Kindesalter auf. Für eine bestmögliche Therapie ist es wichtig, beim Auftreten mehrerer Symptome schnellstmöglich einen Arzt zu kontaktieren. Je eher eine Therapie für das Kind erstellt werden kann, desto größer sind die Chancen, dass die Symptome im späteren Lebensverlauf kaum bis gar nicht ausgeprägt sind.
Wie unterscheidet sich eine hyperkinetische Störung von ADHS?
Eine hyperkinetische Störung ist eine spezifischere Diagnose, die sich nur in einigen Faktoren von einer ADHS-Erkrankung unterscheidet. Dabei liegen mit Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität alle drei Hauptsymptome von ADHS vor. Zudem ist insbesondere das soziale Verhalten von Kindern durch die Erkrankung gestört.
Wie sollten Eltern vorgehen, wenn sie Symptome bei ihren Kindern bemerken?
Wenn Eltern vermuten, dass ihr Kind ADHS-Symptome zeigt, sollten sie schrittweise vorgehen und zunächst die beobachteten Symptome, deren Häufigkeit und in welchen Situationen sie zu beobachten sind, schriftlich festhalten. Mithilfe dieser Informationen sollten Sie ein Gespräch beim Kinderarzt vereinbaren. Dieser kann erste Einschätzungen vornehmen und gegebenenfalls weitere Maßnahmen, wie etwa einen Termin beim Spezialisten zu vereinbaren, einleiten.
Sofern eine ADHS-Erkrankung diagnostiziert wurde, ist es wichtig, sowohl das Umfeld als auch die Schule darüber in Kenntnis zu setzen. Heutzutage besteht die Möglichkeit, den Unterricht an die Bedürfnisse von Kindern mit ADHS-Erkrankungen so anzupassen, dass sie ihren Alltag besser meistern können und Stressfaktoren reduziert werden, die bestimmte Symptome sowie deren Ausprägung hervorrufen.
Ist ADHS heilbar?
Die Erkrankung selbst ist nicht heilbar, allerdings kann ein ganzheitlicher Behandlungsansatz aus medikamentöser Therapie, Verhaltenstherapie und unterstützenden Maßnahmen dabei helfen, die Symptome zu reduzieren und ein weitestgehend normales Leben zu ermöglichen.
Quellen
www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/
kindergesundheit/aufmerksamkeitsdefizitsyndromwww.aerzteblatt.de/archiv/17166/Die-hyperkinetische-Stoerung-im-Jugend-und-Erwachsenenalter
adhs-kompakt.de/hyperkinetische-stoerung/
econtent.hogrefe.com/doi/10.1024/1422-4917/a000868
www.gesundheit.gv.at/krankheiten/psyche/adhs/therapie.html