Dysthymie - "Chronische Depression"
In unseren Oberberg Privatkliniken finden Sie einen geschützten Ort, um zur Ruhe zu kommen. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie dabei, zu sich selbst zu finden und die Ursachen Ihrer Erkrankung zu verstehen – für einen Weg hin zu neuer Stärke und Lebensfreude.
Diagnose Dysthymie: Was tun?
Eine Dysthymie ist eine anhaltende depressive Störung, die Betroffene insbesondere durch ihre lange Dauer stark belastet. Sie wird auch „chronische Depression“ genannt, da eine Dysthymie über mindestens zwei Jahre auftritt. Betroffene leiden häufig über Wochen unter depressiver Stimmung und weiteren Symptomen, erfüllen aber nicht das volle Bild einer depressiven Episode. Sie haben nach Tagen von starker Erschöpfung und depressiver Stimmung auch wieder „normale“ Tage, an denen es ihnen verhältnismäßig gut geht. In der Regel können Betroffene ihren Alltag jedoch noch bewältigen. Eine Dysthymie sollte professionell behandelt werden.
Patientenaufnahme
Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.
Ganz einfach – in drei Schritten.
Wir sind für Sie da!
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1Sie kontaktieren uns.
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2Unser freundliches Aufnahmeteam berät Sie persönlich.
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3Wir kümmern uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.
Therapien
Mögliche Therapieverfahren bei Dysthymie
Als Oberberg-Patient können Sie mit Ihrem Therapeuten-Team immer ausführlich besprechen, welches individuelle, evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht.
Zur Behandlung von Dysthymie setzen wir unter anderem diese Therapieverfahren ein:
Oberberg Privatkliniken für Dysthymie
Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.
In diesen Kliniken behandeln wir Dysthymie auf höchstem Niveau:
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Bayern
Oberberg Fachklinik Bad Tölz
Fachklinik
Buchener Str. 17
83646 Bad Tölz -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg
Fachklinik
Am Glubigsee 46
15864 Wendisch Rietz -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
Fachklinik
Am Sandfeld 34
41564 Kaarst -
Berlin
Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin
Klinik für Kinder und Jugendliche
Schaperstraße 36
10719 Berlin -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Konraderhof (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Zum Konraderhof 5
50354 Hürth -
Hamburg
Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Friesenweg 34
22763 Hamburg -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Potsdam Brandenburg
Fachklinik
Elisenweg 2
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Rhein-Jura
Fachklinik
Schneckenhalde 13
79713 Bad Säckingen -
Bayern
Oberberg Fachklinik Scheidegg im Allgäu
Fachklinik
Kurstraße 16
88175 Scheidegg -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Schwarzwald
Fachklinik
Oberberg 1
78132 Hornberg -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Horst 48 (Haus Horst)
41238 Mönchengladbach -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Weserbergland
Fachklinik
Brede 29
32699 Extertal-Laßbruch -
Hessen
Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad
Fachklinik
Rheingauer Straße 47
65388 Schlangenbad -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth
Fachklinik
Friedrich-Ebert-Straße 11a
50354 Hürth -
Berlin
Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm
Tagesklinik
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin -
Bremen
Oberberg Tagesklinik Bremen
Tagesklinik
Langemarckstraße 4
28199 Bremen -
Hessen
Oberberg Tagesklinik Frankfurt am Main
Tagesklinik
Hedderichstraße 55-57
60594 Frankfurt am Main -
Hamburg
Oberberg Tagesklinik Hamburg
Tagesklinik
Hermannstraße 9, 1. ZG
20095 Hamburg -
Niedersachsen
Oberberg Tagesklinik Hannover
Tagesklinik
Ellernstraße 38
30175 Hannover -
Bayern
Oberberg Tagesklinik München Bogenhausen
Tagesklinik
Möhlstraße 28
81675 München -
Brandenburg
Oberberg Tagesklinik Potsdam
Tagesklinik
Geschwister-Scholl-Straße 38
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Privatklinik Friedenweiler
Fachklinik
Kurhausweg 2-4
79877 Friedenweiler -
Bayern
Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee
Fachklinik
Jägerstrasse 29
83707 Bad Wiessee -
Bayern
Zentrum Isartal
Tagesklinik
Kloster Schäftlarn 8
82067 Kloster Schäftlarn
Impressionen aus unseren Kliniken
Wir behandeln Patienten nicht nur, wir behandeln sie wie unsere Gäste.
Unsere modernen, lichtdurchfluteten Räume vermitteln Ruhe und Geborgenheit. Freundliche Zimmer und liebevoll gestaltete Rückzugsorte laden dazu ein, Kraft zu schöpfen, innere Balance zu finden und den persönlichen Heilungsweg in einer harmonischen, sicheren Umgebung zu gehen.
Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu Dysthymie
Was sind Symptome einer Dysthymie?
Das Hauptsymptom einer Dysthymie ist die depressive Verstimmung (an mehreren Tagen). Die Verstimmung muss über einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren auftreten und kann bis zu mehreren Jahren andauern. Zu der depressiven Verstimmung kommen mindestens zwei oder mehr dieser (Neben-)Symptome:
- Erschöpfung
- Anstrengung
- Freudlosigkeit
- Grübeln
- Klagen
- Gefühle der Unzulänglichkeit
- Schlaflosigkeit oder übermäßiger Schlaf
- Geringer oder übermäßiger Appetit
- Energiemangel
- Müdigkeit
- Geringes Selbstvertrauen
- Konzentrationsstörungen
- Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen
- Hoffnungslosigkeit
Betroffene haben auch Episoden, die Tage oder Wochen andauern, in denen ihr Befinden gut ist.
Wie wird eine Dysthymie diagnostiziert?
Für die Diagnosestellung der Dysthymie ist eine Untersuchung durch einen Psychiater oder Psychotherapeuten erforderlich. Dabei werden verschiedene Aspekte abgefragt, wie beispielsweise körperliche und seelische Beschwerden, der Zeitraum, in dem die Symptome auftauchten, andere Erkrankungen, Erkrankungen der Familie und weitere Indikatoren.
Wie häufig ist eine Dysthymie?
Die Lebenszeitprävalenz (relative Häufigkeit) einer Dysthymie liegt bei 2 - 2,5 %. Das bedeutet, dass etwa 2 % der Menschen im Laufe ihres Lebens an einer Dysthymie erkranken. Frauen erkranken wesentlich häufiger als Männer an einer Dysthymie.
Wie unterscheidet sich eine Dysthymie von einer Depression?
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Die Dysthymie hat einen chronischen Krankheitsverlauf, wohingegen der Verlauf einer Depression episodisch ist.
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Eine Dysthymie erfüllt nach dem internationalen ICD-10-Diagnosesystem nicht die Schwere und Fülle der Symptomatik einer Depression. Sie gehört klassifikatorisch jedoch zu den „Depressiven Zuständen“, welche sich hinsichtlich Schweregrad, Dauer, Verlauf und Persistenz unterscheiden.
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Die Dysthymie ist insbesondere durch die lange Dauer von mindestens zwei Jahren für Betroffene sehr belastend. Eine depressive Episode kann von kürzerer Dauer sein.
Wie entsteht eine Dysthymie?
Ein weitläufig anerkannter Erklärungsansatz zur Entstehung einer Dysthymie ist das sogenannte Vulnerabilitäts-Stress-Modell. Dieses erklärt die Genese psychischer Störungen durch die Kombination der Vulnerabilität einer Person, und der von ihr erlebten Stressereignisse.
Auf Basis des Vulnerabilitäts-Stress-Modells werden neurobiologisch-psychosoziale Faktoren als Ursachen einer Dysthymie verstanden. Eine genetische Disposition, Persönlichkeitseigenschaften, physikalische Aspekte (z.B. Lichtmangel) und psychosoziale Belastungen (z.B. belastende Lebensereignisse) wirken auf das Neurotransmittersystem (System der Botenstoffe im Gehirn) und können zu der depressiven Symptomatik einer Dysthymie führen.
Aus einer der Sichtweise der Systemischen Therapie, erfüllt die Symptomatik einer Dysthymie oder depressiven Episode eine Funktion: Sie dient der Stabilisierung eines gefährdeten (Familien)systems.
Im Kontext einer Dysthymie treten häufig besondere familiäre Muster auf: So ist die Beziehung zu den eigenen Eltern bei Betroffenen einer Dysthymie häufig konfliktreich und unharmonisch. Zum Beispiel können Loyalitätskonflikte des Kindes zu den beiden Elternteilen auftreten. Deshalb kann es vorkommen, dass sich ein Elternteil beschützend gegenüber dem Kind verhält, während der andere sich herabsetzend verhält. Dies ändert sich jedoch immer wieder und führt so zu Problemen von "Nähe und Distanz" für das Kind.
In späteren Partnerschaften kann es bei Betroffen wieder zu Schwierigkeiten in diesem Bereich kommen. Die depressive Symptomatik nimmt nicht selten dabei die Funktion ein, auf die schwierige Lage zu reagieren: Die Dysthymie tritt als „Lösung“ der Konflikte auf, weil sich Beziehungsdynamiken dadurch verändern können oder aufrechterhalten werden. Natürlich treten dadurch meist neue Probleme auf.
An dieser Stelle sollte eine Therapie einsetzen. Sie sollte den „Sinn“ der Symptomatik verstehen und alternative Lösungen erarbeiten, die das ursprüngliche Problem angehen, ohne das Auftreten von depressiven Symptomen notwendig zu machen.
Wie funktioniert die Therapie einer Dysthymie?
Medikamente: Studien haben gezeigt, dass der Einsatz von Antidepressiva in der Behandlung von Dysthymien effektiv ist.
Kombinierte Behandlung: Die besten Therapieerfolge bei einer Dysthymie zeigte in Studien eine Kombination aus Psychotherapie und Psychopharmaka.
Psychotherapie: Zur Behandlung einer Dysthymie können verschiedene Verfahren der Psychotherapie eingesetzt werden. Die Kognitiv-Behaviorale Psychotherapie und die Interpersonelle Psychotherapie konnten in Studien bei circa 40 % der Betroffenen zu einer deutlichen Besserung führen.
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Das psychotherapeutische Behandlungsverfahren CBASP (Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy) wurde extra zur Behandlung von langanhaltenden depressiven Störungen entwickelt. Es ist Studien zufolge insbesondere für Patienten mit einer Präferenz für eine Psychotherapie wirkungsvoll, in Kombination mit Medikamenten, bei längerer/intensiver Therapiedauer (über 18 Sitzungen) und bei frühen Traumatisierungen. Es ist auch wirksam, wenn Betroffene nicht auf Medikamente angesprochen haben, weitere komorbide Störungen haben, stationär oder in einem Gruppensetting behandelt werden.
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Bei einer Systemischen Psychotherapie können ungünstige Denkmuster aufgedeckt werden und alternative Lösungen für das bestehende Problem des Betroffenen gefunden werden, sodass sich die Symptomatik reduziert. Dabei werden die Beschwerden nicht als pathologische Symptome angesehen, sondern als steuerbares Verhalten. Als besonders wichtig empfunden wird, dass der Betroffene selbst entscheidet, was für ihn persönlich hilfreich ist. Er erhält viel Eigenverantwortung, Entscheidungsfreiheit und wägt den Nutzen einer neuen Lösungsmöglichkeit ab, wobei der Psychotherpeut beratend zur Seite steht, ohne zu überfordern.
Welche Komorbiditäten treten bei Dysthymie auf?
Zu einer bestehenden Dysthymia können gleichzeitig andere psychische Erkrankungen auftreten. Dann spricht man von „Komorbiditäten“. Die häufigsten sind folgende:
- Generalisierte Angststörung und Dysthymie
- Anorexia nervosa oder Bulimia nervosa und Dysthymie
- Borderline-Persönlichkeitsstörung und Dysthymie
- Eine akute depressive Episode zusätzlich zur Dysthymie wird häufig auch als Double Depression bezeichnet.
Wie ist der Krankheitsverlauf einer Dysthymie?
Der Beginn einer Dysthymie wird häufig in der späten Adoleszenz beobachtet. Bei einem frühen Erkrankungsbeginn besteht ein erhöhtes Risiko einer Chronifizierung der Dysthymie. Das durchschnittliche Alter der Ersterkrankung liegt bei ungefähr 30 Jahren.
Der Krankheitsverlauf der Dysthymie ist langanhaltender als beispielsweise bei einer Depression. Ebenso ist das Risiko eines Rückfalls bei der Dysthymie höher als bei einer Depression. Partnerschaftliche Beziehungen gelten als wichtiger Einflussfaktor für den Langzeitverlauf.
Häufig kommt es im Verlauf der Dysthymie zusätzlich zu einer depressiven Episode, sodass dann eine Double Depression vorliegt.
Wie sieht die Therapie einer Dysthymie in den Oberberg Kliniken aus?
In den Oberberg Fachkliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie behandeln wir Dysthymie, andere depressive Zustände und viele weitere psychische Erkrankungen. Dabei verbinden wir moderne, wissenschaftlich fundierte Therapien in hoher Intensität und Individualität.
Oberberg unterstützt Menschen jedes Alters in schweren seelischen Krisensituationen mit effizienten Behandlungskonzepten. Dabei glauben wir fest an das Zusammenwirken von Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz in einer erstklassigen Umgebung, die von einer herzlichen Atmosphäre aus Achtsamkeit, Zugewandtheit, Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.
Quellen
Beesdo-Baum, K. & Wittchen, H.-U. (2021). Depressive Störungen: Major Depression und Persistierende Depressive Störung (Dysthymie). Berlin: Springer.
Dahm-Mory, C. (2017). Die Mauer überwinden. Strategie gegen die Hilfslosigkeit bei chronischen Depressionen. Deutsche Depressionshilfe. deutsche-depressionshilfe.de/files/cms/Buendnisse/Dresden/Vortraege/die_mauer_überwinden.pdf (zuletzt abgerufen: 11.11.2021).
Kievel, H. (2016). Depression und Dythymia aus systemischer Sicht. Bewegungsgeist. bewegungsgeist.de/wp-content/uploads/2016/12/Depressionen-aus-Systemischer-Sicht.pdf (zuletzt abgerufen: 12.11.2021).
Lieb, K., Frauenknecht, S. & Brunnhuber, S. (2008). Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie. München: Elsevier GmbH.
Margraf, J. & Schneider, S. (2019). Lehrbuch der Verhaltenstherapie. Band 2. Berlin: Springer.
Müller, M. J. & Berger, M. (Hrsg.). (2021). Psyche und Psychische Erkrankungen in der Pandemie: Risiken, Folgend und Wege aus der Krise. München: Urban & Fischer.
Wirtz, M. A. (2021). Dorsch. Lexikon der Psychologie. Stichwort „Vulnerabilitäts-Stress-Modell“. Dorsch. dorsch.hogrefe.com/stichwort/vulnerabilitaets-stress-modell (zuletzt abgerufen: 15.11.2021).
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