Xenophobia - Krankheit oder gesellschaftliches Problem?
In unseren Oberberg Privatkliniken finden Sie einen geschützten Ort, um zur Ruhe zu kommen. Unser erfahrenes Team unterstützt Sie dabei, zu sich selbst zu finden und die Ursachen Ihrer Erkrankung zu verstehen – für einen Weg hin zu neuer Stärke und Lebensfreude.
Diagnose Xenophobia: Was tun?
Es handelt sich bei Xenophobie um einen Gefühlszustand, der ein auf Stereotypen und unbegründeter Generalisierung gründendes Vorurteil gegenüber Fremden umfasst. Derartige Vorurteile leiten sich aus Gerüchten, Missverständnissen und unterschiedlichen Sitten ab. Bei Xenophobia handelt es sich nicht um eine psychische Krankheit, die als solche behandelt werden könnte. Demnach liegt keine spezifische psychotherapeutische Therapie zur Heilung oder Linderung von Xenophobia vor. Es gibt jedoch Antirassismus-Trainings, die zum Beispiel in vielen Unternehmen oder Organisationen angeboten werden, in denen vor allem über den Ursprung und die Funktionsweise von Rassismus aufgeklärt wird.
Patientenaufnahme
Eine Aufnahme in unsere Privatkliniken ist in der Regel zeitnah möglich.
Ganz einfach – in drei Schritten.
Wir sind für Sie da!
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1Sie kontaktieren uns.
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2Unser freundliches Aufnahmeteam berät Sie persönlich.
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3Wir kümmern uns um eine schnelle und reibungslose Aufnahme.
Oberberg Privatkliniken für Xenophobia
Bei uns verbinden sich exzellente Medizin und persönlicher Rückzugsraum für Heilung und Neuausrichtung.
In diesen Kliniken behandeln wir Xenophobia auf höchstem Niveau:
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Bayern
Oberberg Fachklinik Bad Tölz
Fachklinik
Buchener Str. 17
83646 Bad Tölz -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Berlin Brandenburg
Fachklinik
Am Glubigsee 46
15864 Wendisch Rietz -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Düsseldorf Kaarst
Fachklinik
Am Sandfeld 34
41564 Kaarst -
Berlin
Oberberg Fachklinik Fasanenkiez Berlin
Klinik für Kinder und Jugendliche
Schaperstraße 36
10719 Berlin -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Konraderhof (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Zum Konraderhof 5
50354 Hürth -
Hamburg
Oberberg Fachklinik Marzipanfabrik (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Friesenweg 34
22763 Hamburg -
Brandenburg
Oberberg Fachklinik Potsdam Brandenburg
Fachklinik
Elisenweg 2
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Rhein-Jura
Fachklinik
Schneckenhalde 13
79713 Bad Säckingen -
Bayern
Oberberg Fachklinik Scheidegg im Allgäu
Fachklinik
Kurstraße 16
88175 Scheidegg -
Baden-Württemberg
Oberberg Fachklinik Schwarzwald
Fachklinik
Oberberg 1
78132 Hornberg -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Wasserschlösschen (für Kinder & Jugendliche)
Klinik für Kinder und Jugendliche
Horst 48 (Haus Horst)
41238 Mönchengladbach -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Fachklinik Weserbergland
Fachklinik
Brede 29
32699 Extertal-Laßbruch -
Hessen
Oberberg Parkklinik Wiesbaden Schlangenbad
Fachklinik
Rheingauer Straße 47
65388 Schlangenbad -
Nordrhein-Westfalen
Oberberg Somnia Fachklinik Köln Hürth
Fachklinik
Friedrich-Ebert-Straße 11a
50354 Hürth -
Berlin
Oberberg Tagesklinik Berlin Kurfürstendamm
Tagesklinik
Kurfürstendamm 216
10719 Berlin -
Bremen
Oberberg Tagesklinik Bremen
Tagesklinik
Langemarckstraße 4
28199 Bremen -
Hessen
Oberberg Tagesklinik Frankfurt am Main
Tagesklinik
Hedderichstraße 55-57
60594 Frankfurt am Main -
Hamburg
Oberberg Tagesklinik Hamburg
Tagesklinik
Hermannstraße 9, 1. ZG
20095 Hamburg -
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Oberberg Tagesklinik Hannover
Tagesklinik
Ellernstraße 38
30175 Hannover -
Bayern
Oberberg Tagesklinik München Bogenhausen
Tagesklinik
Möhlstraße 28
81675 München -
Brandenburg
Oberberg Tagesklinik Potsdam
Tagesklinik
Geschwister-Scholl-Straße 38
14471 Potsdam -
Baden-Württemberg
Privatklinik Friedenweiler
Fachklinik
Kurhausweg 2-4
79877 Friedenweiler -
Bayern
Privatklinik Jägerwinkel am Tegernsee
Fachklinik
Jägerstrasse 29
83707 Bad Wiessee -
Bayern
Zentrum Isartal
Tagesklinik
Kloster Schäftlarn 8
82067 Kloster Schäftlarn
Impressionen aus unseren Kliniken
Wir behandeln Patienten nicht nur, wir behandeln sie wie unsere Gäste.
Unsere modernen, lichtdurchfluteten Räume vermitteln Ruhe und Geborgenheit. Freundliche Zimmer und liebevoll gestaltete Rückzugsorte laden dazu ein, Kraft zu schöpfen, innere Balance zu finden und den persönlichen Heilungsweg in einer harmonischen, sicheren Umgebung zu gehen.
Fragen und Antworten
Weitere Informationen zu Xenophobia
Was ist die Definition von Xenophobia?
Inwieweit die Begriffe Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Fremdenangst und Xenophobia das gleiche bezeichnen, ist umstritten. Der Begriff Xenophobia setzt sich aus den Worten „xénos“ (fremd) und „phobie“ (Angst) zusammen. Xenophobia wird auch vielfach als Fremdenfeindlichkeit/-angst übersetzt. Es handelt sich hierbei um einen Gefühlszustand, der ein auf Stereotypen und unbegründeter Generalisierung gründendes Vorurteil gegenüber Fremden umfasst.
Derartige Vorurteile leiten sich aus Gerüchten, Missverständnissen und unterschiedlichen Sitten ab. Laut sozialpsychologischer Ansätze stellt Xenophobia eine Ausgrenzung dar, die auf normativ konstruierten Selbst- und Fremdbildern basiert und zur Ausgrenzung der nicht diesen Normen entsprechenden Menschen führt. Hierzu gehören z.B. Menschen, die nicht der Geschlechternorm (Trans- und Homosexuelle), Körpernorm (Menschen mit Behinderung) oder Lebensnorm (Punks etc.) entsprechen.
Wie unterscheidet man Xenophobia von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus?
Der Begriff Xenophobia wird im Alltag in den meisten Fällen verwendet, um Handlungen und Einstellungen zu bezeichnen, die eher unter Rassismus fallen. Der Begriff der Fremdenfeindlichkeit als Übersetzung von Xenophobia legt nahe, dass es sich dabei um eine Angst vor Menschen handelt, die nicht der eigenen Nationalität oder Kultur angehören. Häufig wird deswegen auch von „Ausländerfeindlichkeit“ gesprochen.
Die Begriffe Fremdenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit und gelegentlich auch Xenophobie werden jedoch als Ausweichbegriffe kritisiert, da sie meist versuchen, Phänomene zu beschreiben, die unter Rassismus fallen. Gewalttaten oder feindselige Einstellungen sind immer wieder gegen Menschen gerichtet, die beispielsweise eine andere Hautfarbe haben.
Ob die Person deutsch ist oder eine andere Staatsbürgerschaft hat, spielt dabei keine Rolle. Deshalb ist in der Regel nicht die Nationalität der Grund, weshalb viele Menschen Diskriminierungserfahrungen erleiden müssen, sondern schlicht ihr Aussehen und die daraus resultierende Zuordnung zu gesellschaftlichen Gruppen. Aufgrund dessen werden sie von manchen anderen als fremdartig wahrgenommen und diskriminiert.
Dabei handelt es sich um Rassismus – ein Diskriminierungsverhalten, das infolge von „Rassifizierung“ auftritt. Dies ist ein Prozess, bei dem Gruppen aufgrund von bestimmten, häufig äußerlichen Eigenschaften, stereotype Charakteristika zugeordnet werden.
Welche Anzeichen gibt es für Xenophobia?
Xenophobia und Rassismus gründen auf gesellschaftlich verankertem Wissen, das über bestimmte Gruppen besteht. Betroffene Gruppen können zum Beispiel Menschen mit Migrationsgeschichte aus arabischen Ländern sein, Muslime, Sinti und Roma, Geflüchtete, Gastarbeiter und ihre Kinder oder ganz andere Formen von Gruppierungen, die anhand bestimmter Eigenschaften als einheitliche Gruppen wahrgenommen werden.
Diesen Gruppen werden auf Vorurteilen basierende Eigenschaften zugeordnet, die gut oder schlecht sein können (sie trinken gerne Alkohol, sind promiskuitiv, unterdrücken Frauen, tanzen gerne). Solche Eigenschaften werden als Essenz dieser Gruppe angesehen. So wird es schwierig, die einzelnen Mitglieder der Gruppe in ihrer Individualität zu erkennen. Alle Handlungen und Aussagen werden aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit entsprechend wahrgenommen.
Bei Xenophobia handelt es sich um eine mit Vorurteilen behaftete, ablehnende Grundhaltung gegenüber Menschen(gruppen), die darin gründet, dass sie von der Mehrheitsgesellschaft als kulturell fremd empfunden oder bezeichnet werden.
- Regelmäßigkeit: Die Vorstellung, Haltung, Einstellung oder das Gefühl äußert sich regelmäßig in ausgrenzendem Verhalten.
- Mehrheit als Norm: Die Mehrheitsgesellschaft repräsentiert eine Gruppe, die die kulturellen Normen einer Gemeinschaft definiert und vertritt.
- Abwertung der Minderheit: Die als kulturell fremd empfundenen oder bezeichneten Personen, werden als andersartig und damit nicht vollständig zugehörig wahrgenommen. Dazu zählen Personen, die ursprünglich aus anderen Ländern, Landesregionen oder Kulturkreisen stammen.
Xenophobia, Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz sind weit verbreitet und drücken sich durch folgende aktuelle Erscheinungsformen aus:
- Rassismus im Alltag: Die alltägliche Diskriminierung ist beim Zugang zu Beschäftigung, dem Wohnungsmarkt, der Bildung und Dienstleistungen spürbar.
- Verbreitung von Rassismus: Rassistische Gewalttaten gegen Migranten, Flüchtlinge, Menschen afrikanischer Herkunft, jüdische Gemeinden und andere Bevölkerungsgruppen verbreiten sich.
- Zunahme von Extremismus: Extremistische Gruppen und Parteien sowie der Anstieg von religiöser Intoleranz nehmen zu. Diskriminierung wird durch bestimmte Medien- und Politikdiskurse gefördert.
- Staatliche Institutionen werden unterwandert: Rassistische Vorfälle in staatlichen Institutionen wie der Polizei oder Bundeswehr häufen sich.
- Neue Technologien zur Verbreitung von Rasissmus: Die Verwendung von neuen Technologien wird auch bei der Verbreitung von Rassismus eingesetzt.
Abgrenzung von Xenophobia zu anderen Phobien
Das Einordnen von Phänomenen der Ab- und Ausgrenzung in wissenschaftliche individualpsychologische Erklärungen wird seit Anfang der 90er-Jahre grundsätzlich kritisiert. Es besteht die Gefahr der Psychologisierung und Pathologisierung eines sozialen Phänomens, welches nicht hauptsächlich psychische oder krankhafte, sondern gesellschaftliche Ursachen hat.
Das alleinige Fokussieren auf die Begriffe Angst und Ablehnung birgt das Risiko, kulturalistische Ausgrenzungsmechanismen vom Sozialen auf das Persönliche zu verlagern. Es ist wichtig die sozialen Verhältnisse zu betrachten und dabei die sozialen Funktionsweisen von Ausgrenzung zu analysieren. Man geht davon aus, dass Rassismus ein Ensemble ökonomischer, politischer und institutioneller Praktiken darstellt.
Abgrenzung von Fremdenfeindlichkeit zu Soziophobie
Menschen, die allgemein Angst vor sozialen Beziehungen haben, sind nicht gleich fremdenfeindlich. Ihre Angst setzt sich nicht an äußeren Merkmalen fest, sondern vielmehr am Unbekannten. Bei Menschen, die unter Soziophobie leiden, kann sich aber auch schnell Fremdenfeindlichkeit äußern.
Je weniger der Betroffene das Gegenüber kennt, desto größer die Angst. Treten Menschen, die anders aussehen oder eine andere Sprache sprechen in ihr Umfeld, empfinden Betroffene dies als ungewohnt. Rassistische Vorurteile führen zu einer Ablehnung des Gegenübers.
Was sind die Ursachen von Xenophobia, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus?
Biologische Verankerung
Einige naturalisierende Erklärungen gehen davon aus, dass Abgrenzung, Furcht und Feindlichkeit gegenüber Fremden biologisch verankert ist. Auch Neugier ist eine menschliche Eigenschaft, welche der Angst vor dem Unbekannten widerspricht. Jede Angst und Feindschaft lassen sich schüren oder verändern.
Kleinkinder, die „fremdeln“ sind Unbekanntem voreingenommen und gleichzeitig an diesen interessiert. Die Gefahr einer biologischen Erklärung liegt darin, Rassismus zu normalisieren, als etwas, das natürlicherweise in menschlichen Gesellschaften auftaucht.
Eltern-Kind-Transmission
Eltern nehmen vor allem in jüngeren Jahren der Kinder einen starken Einfluss auf die Genese von Stereotypen gegenüber rassistisch markierten Menschen. Gerade in sensiblen Entwicklungsphasen, in denen Eltern entscheidenden Einfluss auf ihre Kinder nehmen, kann der Aufbau solcher Stereotypen nachhaltig erfolgen und zur Stabilisierung der individuellen Ausprägung von Vorurteilen im höheren Alter führen.
Rassismus und Fremdenfeindlichkeit als kulturell verankerte Verhaltensweisen der Mehrheitsgesellschaft
Rassismus kann in Gesellschaften wie Deutschland, die einerseits eine Kolonialgeschichte haben und andererseits von Einwanderern profitierten, die zur Gastarbeit nach Deutschland kamen, dabei helfen, Ungleichheit und Ausbeutungsverhältnisse zu legitimieren. Dass Gruppen finanziell schlechter gestellt sind, kann durch rassistische Vorurteile wie Faulheit gerechtfertigt werden.
In postkolonialen Theorien wird davon ausgegangen, dass der „Westen“ seine eigene Identität als aufklärerisch, wissenschaftlich orientiert oder humanistisch erst durch rassistische Abgrenzungen zu exotisierten Völkern und Nationen kreieren konnte. Unter solchen Annahmen hat Rassismus eine gesellschaftliche Funktion und kann auch nur auf gesamtgesellschaftlicher Ebene behoben werden.
Gibt es eine generelle Therapie von Xenophobia?
Bei Xenophobia handelt es sich nicht um eine psychische Krankheit, die als solche behandelt werden könnte. Demnach liegt keine spezifische psychotherapeutische Therapie zur Heilung oder Linderung von Xenophobia vor. Es gibt jedoch Antirassismus-Trainings, die zum Beispiel in vielen Unternehmen oder Organisationen angeboten werden.
Dabei wird vor allem über den Ursprung und die Funktionsweise von Rassismus aufgeklärt. Wissen und der Kontakt mit Menschen aus rassistisch markierten Gruppen beugen Xenophobia am besten vor.
Therapien in den Oberberg Kliniken
In den Oberberg Kliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie unterstützen wir Menschen in schweren seelischen Krisensituationen mit effizienten Behandlungskonzepten. Dabei glauben wir fest an das Zusammenwirken von Menschlichkeit, Verbundenheit und Evidenz in einer erstklassigen Umgebung, die von einer herzlichen Atmosphäre aus Achtsamkeit, Zugewandtheit, Respekt und gegenseitigem Vertrauen geprägt ist.
In Absprache mit Ihrem Therapeuten-Team finden wir heraus, welches individuelle evidenzbasierte Behandlungskonzept für Sie den größten Therapieerfolg verspricht. Allerdings sollten Sie auch immer damit rechnen, dass jede Psychotherapie ein gewisses Maß an Mitwirkung, Geduld und Durchhaltevermögen erfordert.
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